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Hier stelle ich euch die Hunde vor, die mich ein Stück weit begleitet und mein Leben bereichert haben.


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BALU

geb. 21.05.95    gest. 28.03.08

Nach dem Tod meines ersten Hundes war ich auf der Suche nach einem Familienhund. Inzwischen war ich verheiratet und das dritte Kind war da. Außerdem waren wir nun stolze Hausbesitzer und die Vermieterfrage erübrigte sich. Es musste für uns damals kein Rassehund sein, der Berner Sennenhund gefiel uns aber schon längere Zeit. Auf einem Bauernhof in unserer Nähe wurde ein Wurf Berner Sennen- Mischlingswelpen angeboten und wir schauten sie uns an. Es waren aufgeweckte kleine Kerlchen, die das Leben auf dem Bauernhof mit allen Tieren, Menschen und Geräuschen schon kannten, gut sozialisiert. So kam Balu in unser Leben. Er war ein typischer Anfängerhund, bei dem man auch mal 5 gerade sein lassen konnte. Er hatte sein Motto: Leben und leben lassen und kam mit allem und jedem bestens aus. Er war der ideale Familienhund, allerdings war er auch sehr unverbindlich, er hatte keine feste Bezugsperson. Bei so einem großen Hund sollte natürlich auf die Erziehung Wert gelegt werden und so machte ich meine ersten Erfahrungen auf dem Hundeplatz als er ca. 1 Jahr alt war. Nach 6 Monaten machte ich die Begleithundeprüfung mit ihm. Ich war auf einem reinen SV-Platz gelandet und außer Schutzdienst gab es dort keine Angebote. Der Schutzdienst gefiel mir allerdings ganz gut. Nur mit einem Berner-Sennenhund-Mix war da nichts zu machen. Er fand das alles höchst langweilig. Deshalb blieb Balu dann ein reiner Familienhund, den man aber immer und überall mitnehmen konnte, auch in den Kindergarten, wo Scharen von Kindern streichelnd über ihn herfielen. Er hatte sichtlich Genuss daran. Balu war auch im hohen Alter noch sehr fit und begleitete mich noch  auf kilometerweite Wanderungen. An Ostern 2008  bekam er plötzlich starke Atemprobleme und wir mussten schnell zum Tierarzt. Dort wurde ein Lungentumor festgestellt, der die Lunge schon durchbrochen hatte, Balu wäre in kurzer Zeit erstickt. Deshalb mussten wir dann schnell die Entscheidung fällen ihn gehen zu lassen. Er hinterließ eine große Lücke bei uns und ich kann sein weiches Fell immer noch unter meinen Händen spüren. Er hatte unseren dritten Hund Pat noch gut miterzogen und auch Bungee konnte in seinem ersten Lebensjahr noch viel von seiner ruhigen und souveränen Art lernen.

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PAT

geb. April 1997     gest. 29.04.07

Pat kam eher zufällig in unser Leben, das war wohl Schicksal! Er wurde als Welpe im Wald aufgefunden und über den Tierschutz bekam ich ihn in Pflege, bis neue Besitzer für ihn gefunden werden konnten. Er war ca. 12 Wochen alt als er zu uns kam. Damals war gerade die Kampfhund-Debatte groß in den Medien und Pat war auf jeden Fall ein Schäferhund-Staffordshire-Mix, er konnte das nicht verleugnen. So war es nicht leicht, geeignete Leute zu finden. Und bei uns passte es sofort, er war vom Temperament her das pure Gegenteil von Balu, triebig, aufmerksam, ständig auf Achse und die zwei Hunde verstanden sich auf Anhieb. Pat zeigte sich auf dem Hundeplatz auch sehr gut und so stand schnell fest, dass er bleiben darf. Und ich habe es nicht bereut. Pat wurde "mein Hund", wir hatten einen sehr guten Draht zueinander, Pat war absolut fixiert auf mich und er war sehr arbeitsfreudig. Wir waren immer noch auf dem SV-Platz und so fing ich mit Pat die Schutzhundearbeit an. Als unser Schutzdiensthelfer den Verein verließ und auch kein Ersatz zu finden war, beschloss ich ebenfalls den Verein zu wechseln und landete in einem allgemeinen Hundesportverein. Dort machte ich die BH und anschließend die SCHH1 mit immerhin 86-89-85 Punkten. Allerdings zeigte sich bald, dass Pat nicht die nötige Nervenstärke hatte, um erfolgreich im Schutzdienst geführt werden zu können. So probierten wir uns im Agility und das war Pats Sport. Er war ein sehr guter Springer, er übersprang die Hindernisse immer viel höher als er musste. Da er sehr schnell war, übersprang er allerdings auch gerne mal die Kontaktzonen. Trotzdem waren wir viele Jahre ganz erfolgreich unterwegs. Von ihm lernte ich auch viel über die "Hundesprache", man musste ihn immer im Auge behalten, denn er war beim Gassigehen immer ganz vorne unterwegs, um an jeder Weggabelung schnell mal einen Blick ums Eck zu werfen, ob vielleicht ein anderer Hund kommt. Einer Kampfaufforderung ging er nie aus dem Weg. Trotzdem verfügte er über einen sehr guten Gehorsam und ich konnte ihn immer zuverlässig ins Platz legen. Ließ ich ihn allerdings aus den Augen, so suchte er immer nach einer Möglichkeit den einen oder anderen Hasen kurz zu jagen, oder sonst irgendwelchen Blödsinn zu machen. Die meiste Hundeerfahrung konnte ich durch diesen Hund machen.

Pat starb ganz plötzlich und ohne vorherige Anzeichen bei einem Spaziergang im Wald an einem plötzlichen Herzstillstand. Er fühlte es wohl, denn er kam zu mir und fiel ihn meine Arme, wo er dann nach kurzem Todeskampf starb. Eigentlich hätte er die Woche darauf noch ein Turnier laufen dürfen, denn er war topfit bis zum Schluss. Dieser Hund war einzigartig und er wird immer einen ganz speziellen Platz in meinem Herzen haben.

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Edy von der Schwarzwaldpforte

geb. 20.03.1979    gest. 14.07.95

Schon als Kind war ich absolut hundeverrückt. Da ich keinen eigenen Hund halten durfte, führte ich die Hunde meiner Nachbarn Gassi. Ich habe mal nachgezählt, es waren insgesamt 15 Stück, vom Boxer, Foxterrier über den Dackel,Rehpinscher bis zum Mischling war alles dabei. Trotzdem war es halt nie ein eigener Hund. Nachdem ich dann viele Jahre meinen Eltern in den Ohren lag, bekam ich die Erlaubnis einen Hund zu halten, allerdings sollte es ein Pudel sein, die Lieblingsrasse meines Vaters. Mir war vollkommen "wurscht" welche Rasse, Hauptsache ein Hund. Als Ersthundekäufer machten wir natürlich alle Fehler, die man so machen kann. Wir besuchten den Züchter, der gerade Welpen frisch inseriert hatte. Dort wurden die Hunde im Keller gehalten, noch nie waren sie in der Natur gewesen. Nachdem die Züchter unsere Unerfahrenheit erkannten, brachten sie uns einen 9monatigen Rüden, der "übrig geblieben war" . Ich kann mich noch erinnern, dass er mir in den Arm gegeben wurde und im gleichen Augenblick sich schon wieder untendurch quetschte und verängstigt unter dem Stuhl sitzen blieb. Natürlich hatten wir dann Mitleid mit diesem Hund und natürlich kauften wir ihn! Er war überhaupt nicht sozialisiert und hatte vor allem Angst, zudem hatte er nur einen Hoden und chronische Ohrenentzündung. Ja, so macht man seine Erfahrungen. Trotzdem blühte der Hund sichtlich auf, er sog alles Neue in sich hinein und wir bekamen seine Angst gut in den Griff. Teddy war mir 16 Jahre lang ein treuer Weggefährte. Ausser Sitz und Platz kannte er allerdings nicht viel, er zog an der Leine, so dass er kaum Luft bekam, erst im Alter wurde er dann doch viel ruhiger.

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